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1 Monat in Mexiko

Genau einen Monat bin ich jetzt in Mexiko. Am 12.08. ging es für mich los in ein unbekanntes Land, ein großes Abenteuer. Jetzt, genau einen Monat später also Zeit, um ein erstes Fazit zu ziehen:

 

Essen, Land & Leute:

Mexiko erscheint mir unglaublich vielfältig und ich durfte schon einiges sehen. Ebenso wie ich hier den Leuten auffalle (wohl der Größe, Haut- und Haarfarbe geschuldet), fällt mir deren ausdrückliche Freundlichkeit, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft auf. Ob im Bus, im Supermarkt oder einfach irgendwo auf der Straße, man findet immer ein offenes Ohr. Ebenso auf der Straße findet man gefühlt an jeder Ecke einen Stand mit Tacos, frisch gepressten Säften und Früchten, wobei auch HotDogs sehr beliebt sind. Alles unglaublich lecker und auch mein Magen hat sich mittlerweile drauf eingestellt, nachdem es anfangs noch eine Art Hassliebe gewesen ist.

Uni: 

Wie gesagt, ist das Niveau in den Kursen ziemlich unterschiedlich. Anders als in Deutschland allerdings, gehen hier wöchentliche Hausaufgaben, Präsentationen und nur ab und zu mal eine Klausur (glaube, dass kann man eher mit einem Test vergleichen) in die Note ein. 

Casa Palacio:

Casa Palacio, unser Haus. 18 Austauschstudenten und immer was los. Wobei ich mittlerweile unter der Woche auch ohne Probleme ohne Ohrstöpsel schlafen kann, was anfangs noch ein Wunschdenken gewesen wäre. Aber mittlerweile ist doch jeder unter der Woche auch mit Studieren beschäftigt und dementsprechend früh im Bett.
Insgesamt ist das Zusammenleben ein Riesenspaß, auch wenn es natürlich ab und zu auch mal Meinungsverschiedenheiten ums Abwaschen oder Aufräumen gibt - deutsche Gründlichkeit eben. 

Guadalajara:

Die Millionenstadt (2. größte in Mexiko) bietet ebenso wie das Land eine ganze Menge. Eine schöne Altstadt, nette Plätze zum Feiern, viele verschiedene Universitäten und jede Menge ranziger Busse und Taxis. Was in Deutschland schon längst nicht mehr durch den TÜV gekommen wäre (gibts hier glaub ich gar nicht), fährt hier noch bedenkenlos weiter auf der Straße rum. Zwar manchmal mehr schlecht als recht, aber nach einem Monat bin ich noch immer überall angekommen (und das auch schonmal mit 8 Leuten im Taxi). 

 

 

Am kommenden Wochenende geht's nach Guanajuato und San Miguel de Allende zur Feier des Dia de Independencia. Auch hier bin ich schon sehr gespannt. Jedenfalls ist hier schon alles geschmückt wie bei uns zur Weltmeisterschaft (die Mexiko jetzt übrigens nur noch schwer erreichen kann).

September-Update

Wusstet ihr schon, dass...

 

... das Wetter hier im Moment noch recht bescheiden ist und ich sehnsüchtig auf das Ende der Regenzeit warte

... ich inzwischen endlich einen Spiegel im Zimmer habe

... ich hingegen immer noch auf einen Schreibtischstuhl warte. Mir Jetzt aber einen aus der Küche genommen habe

... es wohl noch bis Ende des Monats dauert, bis wir mal unsere Studenten-ID bekommen und bis dahin immer noch 6 Pesos für den Bus zahlen müssen (anstatt 3 mit Studentenausweis)

... man in Mexiko Führungsqualitäten dadurch lernt, ein Wollknäuel durch die Klasse zu werfen

... die Niveauspanne meiner Kurse gefühlt unendlich groß ist

... zwei meiner Fächer (Análisis Socioeconómico de México und Finanzas Internacionales) relativ arbeits- und zeitaufwendig, dafür aber auch sehr interessant sind

... ich meiner Dozentin "Te amo" auf Deutsch übersetzen sollte und sie daraufhin meinte, ich hätte es zu emotionslos gesagt

... hier auch Frauen Busse fahren

... die besagte Busfahrerin an meiner Haltestelle nicht angehalten hat und an der nächsten nur vorne die Tür geöffnet hat, sodass ich schließlich erst einen Kilometer später aussteigen konnte und laufen musste

... Mexikaner bei Temperaturen um 25 Grad mit Stiefeln und langer Hose rumlaufen. Wie wird das wohl erst im Winter sein???

... wir in Diferencias Culturales alle möglichen Klischees (Mexikaner über Deutsche und umgekehrt) ausgetauscht haben

... Gruppenarbeit und Präsentationen das beliebteste Lehrmittel der Dozenten sind

... so langsam schon die ersten Vorbereitungen für den Día de Independencia (16. September) getroffen werden. Die ersten Autos fahren mit Autofähnchen und auch im Supermarkt hängen die ersten Girlanden

... auf dem Markt in der Stadt jeder dein Freund sein will und dir trotzdem überteuerte Preise anbieten - aufpassen also!

... es für mich ab morgen für 2 Tage nach Mazamitla in eine Ferienwohnung geht

... das Zusammenleben mit insgesamt 17 Mitbewohnern in den 2 Häusern unglaublich viel Spaß macht und einfach immer was los ist

... mir jetzt nichts mehr einfällt, ich euch alle lieb grüße und ihr hier weiter von mir hören werdet ;-) 

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05.09.2013

 

Uni-Alltag in Mexiko: Die ersten Kurse

3 Tage Uni, Mittwochnachmittag - endlich Wochenende. Nach der ersten richtigen Uni-Woche Zeit, über die ersten Erfahrungen zu berichten.

 

Der Weg zur Uni ist immer noch ein Abenteuer und dauert eine gute 3/4 Stunde. Immerhin weiß ich jetzt, welchen Bus (und auch welche Richtung) ich nehmen muss. Jedoch frag ich mich jeden Tag aufs Neue, wie lange diese Busse noch fahren können. Von der Fahrweise auf den Straßen mal ganz zu schweigen. Hauptsache ankommen, egal wie. Hat bis jetzt auch eigentlich noch immer ganz gut geklappt. 

Die Räume an der Uni sind glücklicherweise echt einfach zu finden und ähneln eher Klassenräumen, wie man sie aus der Schule kennt. Richtige Hörsäle, wie man sie von zuhause kennt, gibt es hier nur ganz vereinzelt. Trotzdem darf ich mich glücklich schätzen, einen Kurs in einem solchen Hörsaal zu besuchen, denn diese ähneln hier eher einem Kino mit gepolsterten Sitzen. Unglaublich genial, sollte in Deutschland auch eingeführt werden. Die Gefahr, einzuschlafen, ist auf diesen Sitzen jedoch um einiges größer. 

 Das Niveau meiner Kurse ist völlig unterschiedlich. Manchmal kam ich mir vor wie in der Grundschule, manchmal wie an der Uni. Total merkwürdig. Auffällig jedoch, dass wohl keiner meiner Kurse einer normalen mir bekannten Vorlesung aus Deutschland ähnelt. Es wird viel mehr Wert auf Gruppenarbeit, Hausaufgaben und Präsentationen gelegt. Ich glaube, einige Dozenten hören sich das gesamte Semester über nur Präsentationen an - Mexiko eben. Wir wurden bereits in Gruppen eingeteilt und haben z.T. auch schon unser Thema bekommen. Mit wie viel Arbeit das jedoch verbunden ist, kann ich noch nicht sagen. Ich habe bis jetzt erst eine Präsentation einer Gruppe gehört - sorry, aber das war mit Abstand die qualitativ schlechteste Präsi, die ich je angehört habe. Keine Ahnung, was hier als Standard erwartet wird. Das wird sich wohl die nächsten Wochen zeigen. In einem anderen Kurs haben wir ebenfalls Gruppen gebildet und bekamen eine leere Weltkarte vorgelegt. Die folgenden 60 Minuten sollten wir dann damit verbringen, die Namen aller uns bekannten Länder einzutragen. Wahnsinn, was die Mexikaner alles (nicht) lernen.

Heute schien dann noch die Dozentin 30 Minuten der Stunde damit totzuschlagen, dass man sich so schnell wie möglich die Namen der Kommilitonen merken und wieder aufsagen soll. Ich war ebenso überfordert mit der Aufgabe wie die Mexikaner mit meinem Namen. Die restliche Zeit der Stunde wurde übrigens damit genutzt, dass sich vor der Gruppeneinteilung jeder vorstellt und sagt, wie viel er studiert und arbeitet. Damit jeder weiß, mit wem er es in seiner Gruppe zu tun hat. Fand ich auch irgendwie überflüssig, aber okay. Nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit hat sich dann auch der letzte der knapp 40 Kommilitonen mit seinem wöchentlichen Arbeitspensum vorgestellt. Ob nötig oder nicht, darüber lässt sich streiten, ebenso ob es hilfreich ist oder nicht, wir werden sehen. 

Wie gesagt, Hausaufgaben gibt es auch nach jeder Stunde auf, fühle mich echt wie in die Schulzeit zurückversetzt. Zusammenfassungen, Artikel kommentieren und all sowas. Mal schauen, mit wie viel Arbeit das alles verbunden ist. Klingt jetzt noch alles ziemlich viel, aber nach meinen ersten Eindrücken der Mexikaner hier, müsste das dennoch machbar sein. Mal schauen, was die nächsten Wochen bringen.

 

Und noch etwas Off-Topic: Endlich geschieht mal was hier. Putzfrau ist wieder da gewesen, der Pool wird auch mal gereinigt und nach 2 Wochen kam auch endlich mal der viel versprochene Wasser-Lieferant. Erstmal mit 100 Litern eingedeckt. Muss für eine Woche reichen. 

 

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28.08.2013

Boca de Iguanas


Boca de Iguanas. Pazifikküste. Mexiko.

 

Was ein Wochenende! Viel Party, wenig Schlaf, unzählige Mosquitos und heftiger Sonnenbrand.

Letzten Donnerstag war es soweit, Boca de Iguanas. Treffen um 23 Uhr, Abfahrt um 1 Uhr nachts, Busfahrt die ganze Nacht. Zum Glück sind wir alle mitgekommen, anfangs hatten wir durchaus unsere Bedenken, da wir kein Ticket hatten. Bezahlt habe ich beim Vortrinken bei einem Mexikaner. Glaubt mal nicht, dass du danach noch irgendeine Zahlungsbestätigung, geschweige denn ein Ticket bekommst. Einzige Antwort: No te preocupes. Mach dir keine Sorgen. Mexiko eben. Und tatsächlich, es hat auch ohne funktioniert. Von der Busfahrt an sich habe ich nicht mehr viel mitbekommen. Mitgenommen jedoch schon, und zwar eine schöne Erkältung. Selbst wenn es draußen regnet stellt der mexikanische Busfahrer die Klimaanlage auf gefühlte 10°C. Als Eisklumpen bin ich in Boca de Iguanas angekommen - um 7 Uhr morgens. Zeit, um Schlaf nachzuholen? Nein! Zelte bezogen und ab an den Strand. Die Brandung war unglaublich und der Pazifik fast schon zu warm, um sich abzukühlen. Aber egal, wir hatten ja auch einen Pool. Dieser sah nach 2 Tagen exzessiver Party, Open Bar und Holi Colour Festival aber auch nicht mehr ganz so appetitlich aus.

Abends ging die Party dann weiter: Neon Party, Feuerwerk und Fire Balloons. Zum Glück habe ich mir danach nur noch wenige Gedanken um das Schlafen im Zelt gemacht. Unser Reißverschluss war kaputt, und von Ameisen über Spinnen und Mosquitos bis hin zu Kakerlaken und weiteren Insekten hatten wir echt alles im Zelt. Weitere tierische Highlights waren Krebse, Geckos und angeblich Krokodile im nahe gelegenen Teich. Letztere hab ich aber nicht gesehen, stattdessen "nur" einen Leguan.

Nach 4 Tagen ohne Privatsphäre, mit Dixi-Klos und Gemeinschaftsduschen ging es am Sonntag zurück nach Guadalajara. In Boca de Iguanas fast noch einen Hitzschlag bekommen, wurde ich im Bus wieder zum Eisklumpen. Wieder auf gefühlte 10°C runtergekühlt. Mein Rücken hat zwar gebrannt wie blöd von den ganzen Sonnenbränden, hat aber auch nichts daran geändert, dass ich gefroren habe und jetzt mich erkältet habe. Schönes Mitbringsel - nichtsdestotrotz: Ein unglaubliches Wochenende!

 

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26.08.2013

 

Kein Strom, kein Kurs, keine Registrierung - Welcome to Mexico! (aber sonst geht's mir gut)

Eigentlich hätte ich jetzt von meinen ersten Kursen berichten wollen, doch gleich der erste Kurs ist ausgefallen. Umsonst um 7 Uhr aufgestanden. Umsonst auf die Franzosen gewartet, umsonst das Taxi genommen aus Angst, dass wir zu spät kommen (okay, 50 Pesos sprich 3 Euro für 6 km kann man sich mal gönnen :-D) und umsonst 45 min im Hörsaal gewartet. Hab für meine allererste Stunde eigentlich auch nichts anderes erwartet. Immerhin das Frühstück in der Uni war gut. An das mexikanische Essen kann ich mich echt gewöhnen, top!

 

Gut, dass uns gerade der Strom abgestellt wurde. Angeblich hat die Organisation, der das Haus gehört, seit 2 Monaten nicht gezahlt. Mal schauen, wann der Strom wieder da ist, mein Laptop reicht noch für knapp 3 Stunden. (4h später hat einer der Mexikaner die Sperre am Stromzähler selbst wieder aufgehoben).

 

Die letzten 2 Tage hatten wir jeweils ein Welcome Meeting, erst von der Uni selbst und gestern noch einmal von unserer Fakultät. Mit mexikanischen Tänzen und Musik haben die sich viel Mühe gegeben. Wäre schön, wenn die sich bei unserer Registrierung ähnlich viel Mühe geben würden, hier in Mexiko ist aber alles ein bischen langsamer. 2 Leute vor einem an der Kasse in Mexiko und du wartest genauso lange wie in Deutschland mit 10 Leuten vor dir. Zurück zu unserer Registrierung: Unsere Uni wurde komischerweise im System vergessen. Klar, dass das keinem von uns auffällt, da wir alle auf dem gleichen Stand gewesen sind. Haben wir erst gemerkt, als alle anderen uns nach unseren Kursen gefragt haben. Also am Montag noch einmal unplanmäßig zur Uni gefahren. Das erste Mal mit dem Bus. Die Linie war zwar korrekt, nicht aber die Richtung. Verdammt. Immerhin kann man für 6 Pesos eine Menge von Guadalajara sehen. Nach 2 Stunden waren wir dann doch immerhin angekommen, nachdem wir zwischenzeitlich an der Endhaltestelle in irgendeinem Armenviertel die Einzigen im Bus waren. Jetzt weiß ich wenigstens, in welche Richtung man nicht fahren sollte. 

Der Campus der Uni selbst ist einfach der Wahnsinn. Groß, grün und top gepflegt. Nach mehrmaligem Durchfragen haben wir dann auch das Auslandsamt gefunden, wo uns dann auch freundlich geholfen wurde. Immerhin sind wir jetzt im E-Mail Verteiler und haben auch die Kurse gewählt. 4 Kurse, 3 Tage zur Uni in der Woche. Kann man mal so machen. Durch den E-Mail Verteiler haben wir auch die Mail für unsere Studenten-ID bekommen. Blöd nur, wenn der eigene Name nicht auf der ID-Liste steht, weil man noch nicht im System registriert ist. Also wieder nachfragen - never ending story. Mal schauen, was mich noch so an Überraschungen erwartet.

 

Gestern noch über die angebliche Regenzeit Witze gemacht, hat's heute richtig geschüttet. Die Straßen haben sich wieder in reißende Sturzbäche verwandelt. Vorschlag von einem der Franzosen: Mit der Luftmatratze (gestern im Walmart gekauft, wollte ich eigentlich zum Beach-Festival mitnehmen, ist heute schon kaputt) die Straße entlang surfen. Ganz großer Sport. Genauso übrigens auch die Runde Wasser-Volleyball direkt im Anschluss in unserem Pool. 

 

Morgen Abend geht's dann zum Beach-Festival Boca de Iguanas. Mehr als 800 Studenten aus der ganzen Welt. 4 Tage Strand, Feiern, Camping und Meer. Was will man mehr?? =)

 

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22.08.2013

5 Tage - 4 Partys

Dieses Haus ist einfach der Wahnsinn. Inzwischen glaube ich, dass hier 18 Austauschstudenten wohnen. Okay, mit den besoffenen Mexikanern, die man morgens immer auf der Couch schlafend findet, sind es auch des Öfteren über 20. Aber man gewöhnt sich dran. Ebenso wie an den Schrecken, dass die Küche jeden Morgen wieder wie ein Schlachtfeld ausschaut. Aber da muss man wohl drüber wegschauen, Mexiko eben.

 

Ebenso typisch Mexiko: Tequila. Nach 4 Tagen in Guadalajara der erste Trip außerhalb der Stadt - und was für einer. Tequila Trip in die gleichnamige Stadt und in eine Tequila-Destillerie. Mehr brauch ich dazu wohl nicht mehr sagen - kann ich auch gar nicht mehr. Ein besonderes Highlight aber die Tequila Policia. Klingt komisch, ist aber einfach die Polizei der Stadt Tequila. Und anstatt uns nach dem Tequila Trip wieder vor dem Integrate Office abzusetzen, fuhr der Bus direkt zu unserm Haus. Spontane After Party mit dem ganzen Bus in unserm Garten, warum auch nicht?

 

Vor ein paar Tagen sind wir dann auch das erste Mal mit dem Bus ins Stadtzentrum gefahren. Haltestellen sucht man hier vergeblich. Stattdessen stellt man sich an die Straße und hält den Arm raus, wenn ein Bus kommt. Diese hören sich beim Anfahren übrigens an wie röhrende Elche in der Brunftzeit. Trotzdem kommt man irgendwie von A nach B.
Ebenso abenteuerlich sind die Taxifahrten. Gefühlt haben die Taxifahrer hier genauso wenig Ahnung wie wir und so fährt man entweder ewige Umwege oder der Taxifahrer fragt sich einfach durch. Immerhin sieht man so noch mehr von der Stadt. Warum auch auf direktem Wege nach Hause fahren, bin ich ja auch schon von der deutschen Bahn gewöhnt.

 

5 Tage - 4 Partys. So einige Clubs haben wir hier schon kennengelernt, richtig getaugt hat mir aber erst einer. Aber es gibt sicherlich noch mehr zu entdecken in dieser Stadt. Was hier aber auf jeden Fall auffällig ist, sind die Einlasskontrollen. Ohne Ausweis oder ID geht schonmal gar nichts und danach wird man kontrolliert wie man am Flughafen. Metalldetektoren und Körper abtasten. Aber gut, solange es zugunsten der Sicherheit geht hab ich damit kein Problem. 

 

Morgen geht dann die Uni los. Montag erstmal ein Welcome Meeting. Komischerweise haben alle anderen schon ihre genauen Kurszeiten - nur wir noch nicht. Ebenso wenig haben wir einen Plan, wie wir genau dahinfahren sollen. Aber egal, wird schon irgendwie. Immerhin sind wir 7 oder 8 Leute aus diesem Haus, die zurselben Fakultät müssen Man ist eben in Mexiko. 

 

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18.08.2013

 

 

50 Stunden in Mexiko

Seit 2 Tagen bin ich jetzt in Guadalajara und schon habe ich gefühlt die Zeit vergessen. Eher rennt sie wie im Flug, kein Wunder, Uni startet ja auch erst nächste Woche. Stichwort Flug, die Reise war mit insgesamt mehr als 26h doch länger als gedacht, aber letztlich hat alles geklappt. Der Spürhund des US-Zolls fand mein Gepäck doch nicht so interessant und in Mexiko werden die Leute nicht vom Zoll selbst ausgewählt, sondern jeder darf einmal den "Hot Button" drücken und bei wem er zuschlägt (sprich die rote Lampe geht an), der hat das Vergnügen, die netten Beamten näher kennenzulernen und sie dein Gepäck. Schade, blieb mir leider erspart.

 

Nach der ersten Nacht in Mexiko habe ich gleich mein Zimmer gewechselt, zwar auf Kosten eines eigenen Badezimmers, aber in meinem vorherigen hatte ich eh keinen Spiegel und kein Licht gehabt, also kein großer Verlust. Auch nicht in Sachen Sauberkeit, das vorherige Bad war einfach eklig. 

 

Stichwort eklig: Die Küche haben wir zusammen erstmal an deutsche Sauberkeitsverhältnisse angepasst, wobei ich mich echt gefragt habe, wie die Pasta-Flecken (ich hoffe, es waren solche) an die Decke kommen. Aus der Dunstabzugshaube lässt Rapunzel auch noch ihr Haar herunter (oder besser gesagt der Staub und Dreck) - getraut das sauber zu machen haben wir uns noch nicht - aber ansonsten kann man die Küche wieder benutzen. Nachdem wir ein kleines Gasleck hatten wissen wir jetzt auch, wie der Gasherd funktioniert und wie man die Gaszufuhr wieder zudreht. 

 

Das Haus ansonsten ist riesig und auch der Pool wurde bereits getestet. Das erste Mal spontan um 4 Uhr nachts nach dem Feiern. Test bestanden! War allerdings ein wenig kalt, aber immerhin hat es nicht geregnet. Das hatte es bereits am Vortag ausgiebig getan. Momentan ist hier noch Regenzeit, d.h. es schüttet einmal am Tag. Dumm nur, wenn man meint, vorher einkaufen gehen zu müssen. Zurück haben wir es nicht mehr trockenen Fußes geschafft. Sprint zum nächsten Taxi und ab nach Hause. Logisch, dass der Taxi-Fahrer beim Preis jetzt leichtes Spiel hatte. Hier wird vorher verhandelt, was man zahlt (zwischen 25, 30 und 50 Pesos schon alles gehabt für die gleiche Fahrt vom Supermarkt zurück). Leider blieb uns gestern keine andere Wahl als das Taxi bei dem Regen zu nehmen, also keine Chance zu verhandeln. In den Sturzbächen durch die Straßen hat sich dann auch mein FlipFlop verabschiedet. Mal sehen, wann und wo ich ein neues Paar finde.

 

Von den Mexikanern habe ich nach den ersten 2 Tagen einen sehr netten und hilfsbereiten Eindruck. Gerade, wenn es bei der Kommunikation noch ein wenig hängt, haben sie Verständnis und helfen dir. Feiern können sie übrigens auch sehr ordentlich. Als wenn hier im Haus mit 14 (oder sind es 15, 16, 17.. man weiß es nicht so richtig) Austauschstudenten aus aller Welt nicht schon voll genug wäre, kommen und gehen hier die Mexikaner auch noch ein und aus - es ist also immer was los. Heute Abend beispielsweise kam auch wieder unerwarteter Besuch und schon war die Terasse wieder voll. Aber man gewöhnt sich dran.

 

So viel zu meinen ersten Eindrücken und Erlebnissen in Guadalajara und sollte jetzt ein falscher Eindruck entstanden sein: Mir geht's gut, ich genieße noch die letzten vorlesungsfreien Tage, bevor es nächste Woche zur Uni geht. Ich bin gespannt =)

 

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15.08.2013

Es geht los!!!

Hey ihr Lieben,

 

Jetzt geht es also los. Guadalajara, Mexico! Für mich noch alles ein wenig unwahr, noch so weit weg und doch sitze ich in weniger als 8 Stunden bereits im Flieger. Zeit, mir ausführlich Gedanken zu machen, habe ich nicht wirklich gehabt. Vielleicht auch besser so - jetzt lasse ich es einfach auf mich zukommen. Erstens kommt es eh anders und zweitens als man denkt.

 

Der Koffer ist gepackt - erst 4kg zu viel, dann 3kg zu wenig, jetzt sollte es hoffentlich passen - und ich frage mich, ob der Sombrero noch reinpasst oder nicht. Wird sich wohl erst heute Nacht zeigen. War übrigens ein lustiger Abend am Freitag, "el gangos". Natürlich genauso auch der letzte Abend mit den Augsburgern letzte Woche, auch euch werde ich vermissen. Gerade an euch, die jetzt alle so wie ich in die weite Welt ziehen (Wunderbare Jahre - Emma6, nach der Abizeit gehört und jetzt wieder rausgekramt, passendes Lied!), passt auf euch auf und habt alle eine unvergessliche Zeit, genießt es!

 

An alle daheimgebliebenen: Macht's gut, bleibt gesund und viel Spaß beim Lesen von meinem Blog!

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11.08.2013 (22:37 Uhr)