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50 Stunden in Mexiko

Seit 2 Tagen bin ich jetzt in Guadalajara und schon habe ich gefühlt die Zeit vergessen. Eher rennt sie wie im Flug, kein Wunder, Uni startet ja auch erst nächste Woche. Stichwort Flug, die Reise war mit insgesamt mehr als 26h doch länger als gedacht, aber letztlich hat alles geklappt. Der Spürhund des US-Zolls fand mein Gepäck doch nicht so interessant und in Mexiko werden die Leute nicht vom Zoll selbst ausgewählt, sondern jeder darf einmal den "Hot Button" drücken und bei wem er zuschlägt (sprich die rote Lampe geht an), der hat das Vergnügen, die netten Beamten näher kennenzulernen und sie dein Gepäck. Schade, blieb mir leider erspart.

 

Nach der ersten Nacht in Mexiko habe ich gleich mein Zimmer gewechselt, zwar auf Kosten eines eigenen Badezimmers, aber in meinem vorherigen hatte ich eh keinen Spiegel und kein Licht gehabt, also kein großer Verlust. Auch nicht in Sachen Sauberkeit, das vorherige Bad war einfach eklig. 

 

Stichwort eklig: Die Küche haben wir zusammen erstmal an deutsche Sauberkeitsverhältnisse angepasst, wobei ich mich echt gefragt habe, wie die Pasta-Flecken (ich hoffe, es waren solche) an die Decke kommen. Aus der Dunstabzugshaube lässt Rapunzel auch noch ihr Haar herunter (oder besser gesagt der Staub und Dreck) - getraut das sauber zu machen haben wir uns noch nicht - aber ansonsten kann man die Küche wieder benutzen. Nachdem wir ein kleines Gasleck hatten wissen wir jetzt auch, wie der Gasherd funktioniert und wie man die Gaszufuhr wieder zudreht. 

 

Das Haus ansonsten ist riesig und auch der Pool wurde bereits getestet. Das erste Mal spontan um 4 Uhr nachts nach dem Feiern. Test bestanden! War allerdings ein wenig kalt, aber immerhin hat es nicht geregnet. Das hatte es bereits am Vortag ausgiebig getan. Momentan ist hier noch Regenzeit, d.h. es schüttet einmal am Tag. Dumm nur, wenn man meint, vorher einkaufen gehen zu müssen. Zurück haben wir es nicht mehr trockenen Fußes geschafft. Sprint zum nächsten Taxi und ab nach Hause. Logisch, dass der Taxi-Fahrer beim Preis jetzt leichtes Spiel hatte. Hier wird vorher verhandelt, was man zahlt (zwischen 25, 30 und 50 Pesos schon alles gehabt für die gleiche Fahrt vom Supermarkt zurück). Leider blieb uns gestern keine andere Wahl als das Taxi bei dem Regen zu nehmen, also keine Chance zu verhandeln. In den Sturzbächen durch die Straßen hat sich dann auch mein FlipFlop verabschiedet. Mal sehen, wann und wo ich ein neues Paar finde.

 

Von den Mexikanern habe ich nach den ersten 2 Tagen einen sehr netten und hilfsbereiten Eindruck. Gerade, wenn es bei der Kommunikation noch ein wenig hängt, haben sie Verständnis und helfen dir. Feiern können sie übrigens auch sehr ordentlich. Als wenn hier im Haus mit 14 (oder sind es 15, 16, 17.. man weiß es nicht so richtig) Austauschstudenten aus aller Welt nicht schon voll genug wäre, kommen und gehen hier die Mexikaner auch noch ein und aus - es ist also immer was los. Heute Abend beispielsweise kam auch wieder unerwarteter Besuch und schon war die Terasse wieder voll. Aber man gewöhnt sich dran.

 

So viel zu meinen ersten Eindrücken und Erlebnissen in Guadalajara und sollte jetzt ein falscher Eindruck entstanden sein: Mir geht's gut, ich genieße noch die letzten vorlesungsfreien Tage, bevor es nächste Woche zur Uni geht. Ich bin gespannt =)

 

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15.08.2013

15.8.13 07:27

Letzte Einträge: Halbzeit!, Nevado de Colima (oder: Deutsche Temperaturen auf 4330 Metern), Let's go to the beach! Sayulita & Puerto Vallarta, La Huasteca Potosina, Fußball, Lucha Libre und Semesterende, Baja California - La Paz & Cabo San Lucas

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