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Baja California - La Paz & Cabo San Lucas

Bevor es zurück in den kalten deutschen Winter geht, hieß es noch einmal Sonne tanken. Okay, zugegebenermaßen haben wir hier in Guadalajara seit gut 3 Wochen auch nur noch Sonnenschein und wolkenlosen Himmel bei bis zu 28 Grad, aber irgendwie fehlen Strand und Meer.

 

Die Wahl für meine letzte Reise in Mexiko fiel auf Baja California und ich sollte sie zu keiner Zeit bereuen. Flüge und Ho(s)tels gebucht und dann ging es am 06.12. los mit der Ryanair-Mexikos: Vivaaerobus, low-cost Airline vom feinsten, aber immerhin angekommen. Hätte gerne Bilder davon gezeigt, jedoch wurde ich beim Fotografieren am Flughafen erwischt und musste diese umgehend löschen. Spricht schonmal für die Airline...

  Immerhin dennoch angekommen in La Paz, wo wir die ersten 4 Tage verbringen sollten. 2 Tage Hostel, 2 Tage Hotel. Das Hostel hat seinen Zweck voll und ganz erfüllt: Gemeinschaftsdusche und -bad, Bett und ein Dach über dem Kopf, nicht mehr und nicht weniger - für den Preis aber okay. Leider war in La Paz beängstigend viel los. Genau so viel, dass die Bars noch vor Mitternacht wegen gähnender Leere schlossen. Immerhin das John Lennon Tribute Konzert hat sich echt gelohnt, was wir zufällig auf einem Werbeplakat tagszuvor während unserer Mountainbike-Tour gesehen haben. Stichwort Mountainbike-Tour: Da es in La Paz selbst nicht wirklich schöne Strände gibt, entschieden wir uns, Fahrräder zu mieten und die Küste abzufahren. Gesagt, getan, Ziel war ein ca. 25km entfernter Strand. Zwischendurch machten wir immer mal wieder halt an verschiedenen kleineren Stränden, um Fotos zu machen und uns zu stärken. Leicht mit der Zeit verkalkuliert, kamen wir nachmittags schließlich nach 25km am Playa Tecolote an. Leider aber ziemlich spät und müde von der Tour und wie sollten wir jetzt noch zurück kommen, schließlich würde es in einer Stunde dunkel werden. Also ab an die Straße, Daumen raus und per Anhalter fahren. Und tatsächlich, nach einiger Zeit stoppte ein Truck. Auf einmal stiegen 4 Mexikaner aus der Fahrerkabine aus, die am Lachen, wir am Lachen - kurze Verständigung auf Spanisch und ab auf die Ladefläche. Einfach klasse, diese Hilfsbereitschaft. Highlight (oder Klischee?), dass wir kurz vor La Paz erst einmal an einem Truck-Stop Halt machten und es eine Runde Tequila für alle gab.

 

Ein weiteres Highlight war dann noch die Bootstour zu den Seelöwen und Walhaien. Sehr beruhigend, wenn der Kapitän sagt, man könne mit denen schwimmen, solle sich aber nicht zu nahe nähern. Und wenn Baby-Seelöwen nach einem schnappen, solle man einfach nichts machen, da sonst die Mutter-Tiere kommen würden. Hier ging mir schließlich das erste Mal die Pumpe, wenn plötzlich aus dem nichts ein 2,50m Seelöwe an einem vorbeschwimmt. Dieses Gefühl, zwischen Faszination, Begeisterung und Angst wurde dann noch von den Walhaien getoppt. Mit bis zu 12m die größten Fische der Welt. Diese kommen zum Essen in den Gulf of California und stehen dabei mit offenem Maul senkrecht im Wasser, um Wasser einzusaugen und Plankton zu filtern. Für den Menschen aber völlig ungefährlich. Also auch wieder ins Wasser und mit denen geschwommen. Und dann dieser Schockmoment, wenn man von oben nur das (ohnehin schon) große Maul sieht und dann unter Wasser schaut, wo man das Tier im ganzen sieht. Eines war sogar so groß, dass ich noch nicht mal die Flosse sehen konnte. Wahnsinn!

 

Nach 4 Tagen La Paz ging es dann weiter per Bus nach Cabo San Lucas, an der Südspitze von Baja California. Abends im Hard Rock Cafe gespeist und am letzten uns verbleibenden Tag zum Playa del Amor übergesetzt, die südlichste Spitze. In Cabo San Lucas war auch deutlich mehr los und gefühlt befand ich mich eher in den USA als in Mexiko. Alle Schilder und Werbeplakate auf Englisch, jeder spricht dich auf Englisch an und die Clubs und Restaurants ähnelten schon sehr dem amerikanischen Stil. Aber immerhin war was los hier =) Leider hatten wir nur noch 2 Tage hier, sodass wir uns tagsdrauf schon wieder auf den Weg zum Flughafen machen mussten. Für 27 Pesos (knapp 1,50 Euro) gute 40km mit dem Bus, was ein Schnäppchen! Zurück mit der Abenteuer-Fluglinie Vivaaerobus. Noch vor dem Check-In wird jeder Koffer per Hand durchwühlt und alles umgedreht. War mir aber ja bereits von meiner Cancun-Reise in Guadalajara bekannt. Neu allerdings, dass sie selbst das Haarspray aus dem Koffer genommen haben und als verbotenen Gegenstand weggeworfen haben. Für den günstigen Flugpreis sollte man halt nicht zu viel erwarten, und dennoch gab es in Guadalajara 2 Gratis Platzrunden vor der Landung. Einmal wegen einem anderen Flieger auf der Piste und beim zweiten Mal mitten im Anflug wieder durchgestartet. Gab schon ein mulmiges Gefühl, aber im dritten Anlauf (oder besser gesagt Anflug) dann endlich gelandet.

 

Jetzt bleiben keine 3 Tage mehr in Guadalajara und ich zähle langsam schon den Countdown mit einem lachenden und einem weinenden Auge =)

16.12.13 02:01

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